"Freundschaft auf Sand" heißt mein erstes Theaterstück, das ich geschrieben habe. Diesen Frühling und Sommer, gerne am See, auf dem Balkon oder im Park – am liebsten einfach unter freiem Himmel, damit die Gedanken überm Kopf genug Platz haben zum Herumwirbeln.

Das Stück wird vertreten durch den Bühnenverlag Weitendorf. Es ist für Kinder ab 8 Jahren und frei zur Uraufführung. Es wäre so großartig, es irgendwann tatsächlich auf einer Bühne zu sehen. Alle Infos dazu auf Theatertexte.de

Worum es geht?

Nina und Leila (9 Jahre) sind allerbeste Freundinnen, seit immer. Sie teilen alles, vor allem Eiscreme: Schoko für Nina, Kirsch für Leila. Ihr gemeinsamer Platz ist die Schaukel auf dem Spielplatz. Eigentlich sind sie aus dem Spielplatz schon herausgewachsen, aber die Schaukel ist und bleibt ihr bester Bequatsch-Ort. Doch heute ist Leila seltsam wortkarg. Und erst nach und nach gibt sie zu, dass sie mit ihrer Familie wegzieht. Und zwar nicht “irgendwann” oder “bald”, sondern “jetzt”. Sie hat sich nur nie getraut, es zu sagen. Nina kann es nicht fassen: Da muss man doch etwas machen können! Die Zeit anhalten, zurückdrehen, sie kaugummimäßig dehnen? Nina ist so beharrlich, dass die Zeit Höchstpersönlich (Vorname: Zeit, Nachname: Höchstpersönlich) sich zeigt und bereit ist, zu verhandeln. Doch alle Varianten, die Nina und die Zeit Höchstpersönlich miteinander durchspielen, taugen rein gar nichts. Sie können die Nina-Leila-Freundschaft nicht so erhalten, wie sie jetzt ist.

Am Ende finden Nina und Leila zu ihrer eigenen, eben höchstpersönlichen, Definition von gemeinsamer Zeit. Ein Eis essen kann man nämlich auch am Bildschirm. Und Fotos können sie sich täglich übers Handy schicken. Bestimmt schreiben sie einander sogar echte Briefe. Und dann sind ja bald Ferien. Sie bleiben einfach beisammen, immer und ewig – nur an getrennten Orten. Ein herzerwärmender Text über einen Trennungsschmerz, den viele Kinder erleben, bei einem Schulwechsel ebenso wie bei einem Umzug. Und eine spielerische philosophische Einführung in das faszinierende Phänomen der Zeit gibt Alice von Gwinner den Kindern en passant mit.